Arbeit und Erkenntnisse


Maria Montessori (1870 – 1952)

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Fotos: AMI Archiv

Quelle: Sigurd Hebenstreit,
Maria Montessori – Eine Einf√ľhrung in ihr Leben und Werk,
Verlag Herder Freiburg im Breisgau, 1999

Maria Montessori bringt zun√§chst Material in das Kinderhaus ein, das sie von S√©giun √ľbernommen und weiterentwickelt hat. Sie legt nicht nur Wert auf Hygiene f√ľr eine gesunde Entwicklung der Kinder, sondern auch auf eine auf die kindlichen Proportionen abgestimmte Raumm√∂blierung.
Die Kinder ziehen das Material dem traditionellen Spielzeug vor, arbeiten mit großer Konzentration und eigenaktiv. Im Persönlichkeitsbereich der Kinder zeigen sich die Eigenschaften der Selbstsicherheit, Ausgeglichenheit und sozialen Verträglichkeit.
Eine erstaunliche Erkenntnis f√ľr Maria Montessori, die davon ausgegangen ist, dass kleine Kinder unkonzentriert und zappelig sind und von Erwachsenen zum Spielen angeregt werden m√ľssen. Statt dessen haben sie eine Kraft in sich, ihre eigene Entwicklung vorw√§rts zu treiben.
Kinder arbeiten freiwillig, selbstmotiviert und fordern von den Erwachsenen Ruhe und Ungestörtheit, wenn sie eine entsprechende Umwelt und zu ihrer Entwicklung geeignetes Material vorfinden.
Damit wurde Maria Montessori ein neuer Weg der p√§dagogischen Arbeit aufgezeigt:<br>Die Bedingungen einer geeigneten Umgebung herauszufinden, das notwendige Entwicklungsmaterial zu konzipieren und herzustellen sowie die Aufgaben der Erzieherin im Erziehungsproze√ü neu zu bestimmen. Die Dreiheit Umgebung, Material und Erzieherin ist die Grundlage einer neuen P√§dagogik, die es auch gilt an die √Ėffentlichkeit zu tragen, was Maria Montessori entsprechend umsetzt.
Sie blieb in dem Kinderhaus nur zwei Jahre.

 

Tabellarischer Lebenslauf